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Sonntag, 27. Juli 2014

Erinnerungen an das Kunsthaus Tacheles in Berlin, von Februar 2012

Hallo Besucher, beim stöbern bin ich bei meinen Foto`s vom  Berlin Besuch im Februar 2012 hängen geblieben und zeige Euch hier gerne die Strecke vom Kunsthaus Tacheles in der Oranienburger Straße, Berlin Mitte, welches 22 Jahre Besetzung als Kunst-und Veranstaltungszentrum hinter sich hat und leider am Dienstag, den 04. September 2012 um 8:00 morgens durch die Versiegelung der Räume der verbliebenen Künstler vom Gerichtsvollzieher und der friedlichen, freiwilligen Schlüsselübergabe der Künstler an Selbigen mit den Worten der Sprecherin Linda Cerne:" Wir weichen der Gewalt", nach jahrelangen Auseinandersetzungen ein Ende fand.

Die Künstler sind in neuen Atelierräumen untergekommen, zum Teil in Berlin-Marzahn auf dem Gelände des ehemaligen Magerviehhofs.

Link: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/tacheles-kunsthaus-in-berlin-mitte-friedlich-geraeumt-a-853743.html

Am 13. Februar 1990 wurde der zur Sprengung bestimmte Gebäudekomplex des u.a. ehemaligen Kaufhauses Wertheim  kurz zuvor von der "Künstlerinitiative Tacheles" besetzt. Tacheles ließ Gutachten über den baulichen Zustand des Gebäudekomplexes erstellen und schließlich wurde es unter als modernes klassizistisches mit gotischen Einflüssen  stehendes Gebäude nach einem Dringlichkeitsantrag  unter Denkmalschutz gestellt.

Wissenswertes, Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Tacheles

Nun von Tacheles e.V. betrieben, entwickelte sich eine kontroverse Szene von zeitgenössischer Kunst . Es war Aktions- Verantaltungs- und Kommunikationszentrum verschiedenster kultureller Strömungen. Malerei, Bildhauerei,Tanz, Theater, Artistik, Graffiti u.a. zogen kunstinteressierte Besucher, Touristen  und Fotografen aus aller Welt magisch an.

Was aus dem leerstehenden Tacheles nun wird, ist bisher ungewiß.
Link: http://www.tagesspiegel.de/berlin/zwangsraeumung-kunsthaus-tacheles-wird-stueck-fuer-stueck-geraeumt/8406420.html

Für Interessierte,Tacheles bei Facebook, Link: http://de-de.facebook.com/pages/Kunsthaus-Tacheles-Berlin/116751221717217

Jedoch haben gleich nach der Schließung einige Künstler und Programmierer damit begonnen das Tacheles in 3D als online Galerie zu entwickeln. Die Site ist erstellt und bietet den Tacheles Künstlern bald die Möglichkeit ihre Werke in der online Galerie zu präsentieren.
Weiteres zu Themen wie Second Life Account und 3D Avatar etc. findet ihr auch auf der Site.

Link: http://kunsthaus-tacheles.berlinin3d.com/ 

So, für heute schließe ich den Berlin Ordner und hoffe Euch gefallen die Erinnerungsbilder vom Kunsthaus Tacheles.  

Bis dann, Eure Gabriele

2012, Östliche Wand.

2012, Zu den Werkstätten, Oranienburger Straße.

2012, Eingang, Oranienburger Straße.

2012, Eingang, Oranienburger Straße.

2012, Vorderfront, Oranienburger Straße.

 2012, zu den Werkstätten, Oranienburger Straße.

2012, Graffiti an der östlichen Wand.

 2012, die Rückseite.

2012, die östliche Wand.

2012, die östliche Wand.

2012,Vorderfront des Tacheles an der
Oranienburger Straße, Berlin Mitte.






Donnerstag, 24. Juli 2014

Gegengift Gabriele Manhold

Guten Abend Besucher,
ich wünsche Euch, so hoffe ich, viel Spaß mit " Gegengift. " Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Eure Gabriele


Gegengift

Ein Krimi der Sabrina Benarski Reihe

Kapitel 1

Die Party

Mein Freund Prakash, der einflußreiche Inder, muß mir helfen, schoß es mir durch den Kopf, den ich mir in panischer Verzweiflung  zermarterte. Dabei ist das fragile Konstrukt meiner relativ neuen Welt als Magdalena mit dem Spitznamen Nano, erst vor wenigen Augenblicken zerbrochen. Bis vor dem Supergau, hielt  ich mich für eine Frau der alles auf Anhieb glückte, aber ich sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, diese Weisheit würde sich nur zu bald herausstellen.

Als sogenannte Kommolitonin und Freundin seiner Schwester Aggi Pushkar , in unserem gemeinsamen Studiengang Mediendesign, an der Privat-Akademie des legendären, inzwischen schon hochbetagten Sundar Garth, bin ich von Aggi zu einer der angesagtesten Party´s in Mumbai, in das legendäre 5 Sterne Nobelhotel ihrer Familie, das "Solarpur Lodge", des Maharaja Manmohan Pushkar, ihres Vaters eingeladen  und endlich, auch ihm, seinen Sohn Sarsaram Pushkar vorgestellt worden.

"Hi, schön das du kommen konntest," sagte er zu mir, Aggi hat mir schon so viel von Dir erzählt. Aggi, Agneta Pushkar, seine 2 Jahre jüngere Schwester und meine Freundin." Dito," sagte ich." Dann weißt Du bestimmt, das alle meine Freunde mich wegen meines Faibles für japanische Manga Comics, nur Kyo nennen." " Ja, geht klar," sagte ich "und Du sag bitte Nano zu mir, denn ich sammle Kleinigkeiten, sowas wie Souvenirs und anderes. "
In dem Moment wurden wir unterbrochen, ein schlaksiger, sehr langer Typ, mit einer unerwartet hohen Stimme, zog den athletisch gebauten ca.1,75 cm großen Kyo, nun von mir fort um ihn seiner neuen Freundin Digha vorzustellen,  eine wenn man auf den Typ steht, umwerfend aussehende, in hautenge Jeans gelaserte, in anthrazitfarbenem Seidentop als Oberteil und dazu passender Clutch ausgestattete Blondine mit langen glatten, glänzenden  Haaren und sehr heller Haut, heller als meine Haut wie ich feststellte.
In seinem hellbeige farbenen schlabbernden Miyake Designeroutfit, welches die faszinierende  Exotic seines Typs eines Eurasiers mit glutvollen, mandelförmigen, dunkelbraun-goldenen Augen  unterstrich, wurde er meinen Blicken bis nach Mitternacht entzogen.

Was mir bald, zuerst  am Buffet auffiel, war, das die zu diesem Event üblichen, zahlreichen  Bediensteten, welche in den, für das " Solapur Lodge " typischen, aufwendigen, bordeauxroten  Gewändern gekleidet waren, zu dieser Party nur in minimaler Besetzung auftraten,  jedoch in gewohnter Effizienz und dabei unauffällig  ihren diversen Tätigkeiten nachkamen und bei näherer Betrachtung vermeinte ich festzustellen, das sie irgendwie nicht wie Bedienstete aussahen, sondern mit ihren durchtrainierten Körpern und den wachsamen Augen, eher Bodyguards entsprachen.

Stunden später, es war schon 2 Uhr nachts, ich bewegte meinen zierlichen, biegsamen  aber durch stetes Training auch muskulösen Körper schon ewig und unermüdlich in wilder Trance zu ebenso wilder Musik und der hämmernde Bass durchschlug meinen durch Ekstasy aufgeputschten Körper wie ein mächtiger, stetig wummernder Herzschlag, dazu wurde die Tanzfläche abwechselnd in lilarote und gelbgrüne Lichtströme getaucht und diese Lichtschneisen  führten uns, endlich Kyo und mich, der mir mit rauchiger Stimme ein "Sorry" ins Ohr hauchte, auf die offene Terasse in den weitläufigen, mit unauffälligen Wegen großzügig angelegten Garten, der mit Lampions und Leuchtsäulen illuminiert in exotischen Gewächsen und sich sanft im lauen Wind wiegenden Palmen mündete. Hinter den Palmen war das regelmäßige branden des indischen Ozeans erst ganz leicht und je mehr  man sich dem Wasser zum hellen Sandstrand näherte, immer stärker zu vernehmen.






Samstag, 19. Juli 2014

" 4 Jahre und 22 Tage " Letzter Teil 5


Sofia gewährte mir einen kurzen Moment, wir werden Dich einiger Tests unterziehen, um herauszufinden welcher Ursprungstyp Du bist, sagte sie. Vor mir verschwammen Sofias Züge und das uralte Gesicht aus dem Labyrinth, welches zum höhlenartigen Raum führte, starrte mich aus schwarzen Augenhöhlen intensiv an und wieder sprach die Stimme zu mir, indem sie direkt aus meinem Kopf zu kommen schien und dumpf erklang,  Dein Schicksal wird sich jetzt erfüllen, Du wirst Dich vervollkommnen und unserem Clamp in der nächsten Dimension dienen, von nun an ist 422 Dein Name und alles vergangene wird folglich von Dir abfallen.

Dann sah ich, das Sonnenlicht  ein fruchtbares Tal durchflutete, welches wie ein riesiges, raumgreifendes, belebtes Objekt, mit den Szenarien all meiner Erinnerungen, Geräusche, Gerüche, Stimmen, Musik, Liebe, Kämpfe und zuletzt meinem Meuchelmord im indischen Dschungel erfüllt war und für den Bruchteil einer Sekunde wurde mir offenbar, was damals wirklich geschah. Ich sah all die Manifestationen, Manipulationen, welche schnell wieder verblassten und auch das fruchtbare Tal entfernte sich zunehmend, immer weiter und weiter und weiter.

422, alles in Ordnung mit dir, ich nickte, wir kennen uns noch nicht, sagte ich. Das läßt sich ändern, ich bin Sofia Ehrlich, vom PARAAIOTEAM, sagte sie und wo warst Du gestern? Ich bin überall, in allen Zeiten und vielen Welten und mit jedem meiner Worte verlor sie an Konsistenz, wurde transparenter und verschwand schließlich ganz.

Mit einem tiefen Verständnis meiner Wesenheit ausgestattet, hielt ich es nun für angemessen, Alice im Wunderland einen Besuch abzustatten, doch dann erweckte der Anblick des Hasen eine vage Vertrautheit in mir und in dem Moment ließ er alles erstrahlen im gleißenden Licht und wir rasten mit unfaßbarer Geschwindigkeit im Jetstream dahin. Alles wurde konturlos, es eröffnete sich uns ein blau das an schwarz grenzte und ein leuchten ließ uns wie an Fäden gezogen durch die blaue Schwärze rasen, dem Fixpunkt entgegen, dann unendlich schnell verdichtete sich alles, wurde kompakt, bewegte sich in einem langsamen Rythmus, als würde die Substanz dauernd geknetet und wir wurden von der geschmeidigen Masse vereinamt in einem gewaltigen Sog um Teil der Masse zu werden und um schließlich nur Masse zu sein. Wir verloren uns, ich war allein, reine Energie und leuchtend reines Bewußtsein, so trat ich ein, in die nächste Dimension und das Rad bewegte sich weiter, um eine Speiche.

Ende

Anmerkung:  Mit  " 4 Jahre und  22 Tage " habe ich mich das erste Mal im schreiben ausprobiert, um zu testen ob mir schreiben liegt, mir über eine etwas längere Distanz etwas einfällt. Es funktioniert, der Prozess, welcher da in Gang gesetzt wird, hat eine Eigendynamik, ähnlich dem malen, ich werde weitermachen und deswegen beende ich " 4 Jahre und 22 Tage " nun etwas abrupt, um mich in einer neuen Geschichte auszuprobieren. Meine nächste Geschichte ist nicht im fantastischen, der Science Fiction angesiedelt, sondern im sogenannten realen Leben.

Über Euer Feedback, konstruktive Kritik, würde ich mich freuen.

Eure Gabriele


Donnerstag, 17. Juli 2014

Heute mit dem Kopf in den Wolken

                                          Wolken und Gebilde

/ Wolken
und
Gebilde
im
nah
scheinenenden
Gefilde
von
Sehnsucht
getrieben
im
Hier
verblieben
dann
weitergetrieben

wie

von

Zauberhand
im

Wolkenband /


Eure Gabriele


Montag, 14. Juli 2014

La Strada, Internationales Festival der Straßenkünste in Bremen, 2014

Spätnachmittags, am 05. Juli

MANUFAKTOR auf dem Domshof und es erschienen die " Korrosinen ". Geschäftig liefen und fuhren diese Wesen mit den überdimensionierten Köpfen in ihren aus Schrottteilen erbauten Vehikeln über den Platz,  durch die Zuschauermenge und sorgten mit ihrem provozierenden Gebaren und frechen Aktionismus für Verwirrung und gaben Anlaß zu Heiterkeit und Staunen bei uns Zuschauern.
Weiteres zu MANUFAKTOR, Link: http://www.manufaktor.eu
Wer mag, dazu gibt es eine Diashow von mir, La Strada  Bremen 5. Juli 2014, Link:http://youtu.be/T0txC12H0Qw
Bis demnächst Eure Gabriele

 Gleich wuppen sie das Auto.

 Da seht, wie schön es fährt.

 Schabernak im Sinn.

Eine der ersten " Korrosinen " erscheint auf dem Domshof.

Donnerstag, 10. Juli 2014

La Strada, Internationales Festival der Straßenkünste in Bremen, 2014

Nachmittags, am 05. Juli


Allmählich gewannen die Wolken die Oberhand und es begann zu regnen, gewitterte sogar etwas, aber schnell hatte Petrus dann ein Einsehen und ließ die Sonne wieder auf die Marktplatzbühne scheinen, ich sag mal für uns Zuschauer und die beiden jungen Akrobaten des Circus Katoen aus den Niederlanden/Belgien. In Ihrem Stück, " Ex Aequo ", geht es um die Beziehungsdynamik eines Paares, welches in die gemeinsame Wohnung zieht, u.a. wo soll die Topfblume stehen, wird in feinster, situationskomischer Manier gezeigt. Dazu stimmig zeigten die beiden Zirkus Artisten moderne Akrobatik, welche die Zuschauer begeisterte und zum lachen brachte. Demnächst mehr von La Strada, Eure Gabriele

Wissenswertes, Link: www.lastrada-bremen.de, Link: www.circuskatoen.nl

 Jeder hat so seine Vorstellungen, Darstellungen.

 Willem Balduyck & Sophie van der Vuurst de Vries

 Wo soll die Topfblume stehen ?

Für kurze Zeit regnete es.

Dienstag, 8. Juli 2014

" 4 Jahre und 22 Tage " Teil 4


Die Tentakel lockerten schließlich ihren Griff und entließen mich aus ihren mächtigen Fängen, der dichte Nebel wich einer angenehmen Helle und gab den Blick frei auf einen weitläufigen Raum, der von puristisch hellen Holz - Stahlmöbeln beherrscht wurde, fremdartige bis an die 4 m hohe Decke strebende Pflanzen, lockerten die Strenge angenehm auf. Noch etwas benommen machte ich ein paar Schritte, auf die vom Boden bis zur Decke reichende Fensterfront zu, um einen atemberaubenden Blick auf die Skyline einer mir unbekannten Metropole zu werfen, da berührte mich ein leichter Lufthauch und direkt vor mir flimmerten fluoreszierende Farbauren, die sich zu einer unverkennbar weiblichen Person manifestierten, bei ihrem Anblick stürzten Erinnerungen wie eine plötzlich los getretene Gerölllawine auf mich ein und überrollten mich förmlich.
Wir waren eine kleine Gruppe von 3 befreundeten Paaren im indischen Dschungel, ich gab meiner Partnerin Sofia einen innigen, in der feuchten, dampfigen Hitze nach Salz und Schweiß schmeckenden, besitzergreifenden  Kuß, der mehr ein Signal an meinen Erzrivalen, den mir schräg gegenübersitzenden Norbert Werner Kajende, von uns nur Kaje genannt, als eine Liebesbezeugung an Sofia war. Sie spürte das und das sollte sie auch. Dann stand ich auf und mit von verletztem Stolz eiskalter Stimme sagte ich; bis zum Wasserfall werde ich mich jetzt erst einmal allein durchschlagen, wag Du, ihr alle, wagt es nicht meinem Weg zu folgen und ich schlug mir mit der Machete einen Pfad in das unnachgiebige Dickicht des indischen Dschungels, welches sich auch sofort wieder hinter mir schloß.
An Sofias Blick erkannte ich das Sie bemerkte, wie stark ich mit den sich einander widerstreitenden Gefühlsregungen zu kämpfen hatte. Ihre nun beschwichtigend, sanfte Stimme setzte mich dennoch in erstaunen, indem sie sagte; wie ist es Dir gelungen die Barrieren zu durchbrechen, wir hatten Dich nicht unter Kontrolle , Du bist zu einem Parallel - Twister geworden, genau zu dem, was uns in den bisherigen Versuchsreihen noch nicht gelungen ist.
Sofia, nun bin ich hier bei Dir,sagte ich und umarmte sie, willig schmiegte sich Ihre biegsame, in einen leger fallenden, lindgrünen Hosenanzug gewandete Gestalt in meine muskulösen Arme. Bevor ihr meine Nacktheit gewahr bleiben konnte, bannte ich sie, löschte ihre kurze Wahrnehmung meiner Nacktheit, um mir ausgewaschene Jeans und ein schwarzes Lacoste T-Shirt, darüber ein naturfarbenes Leinen - Jacket zu materialisieren, denn so kannte sie ihren Kaje und ein hämisches Grinsen wollte sich seinen Weg in mein, beziehungsweise sein Gesicht bahnen, was ich natürlich zu verhindern wußte, denn ich vermeinte mich endlich wieder unter Kontrolle zu haben und glaubte, nur meine Liebesbeziehung zu Sofia würde mich meinem Ziel näher bringen können, dem einen Ziel, in die nächste Dimension vorzustoßen, das wollte ich jetzt und alles weitere würde von der beim PARAAIOTEAM sich in der fortgeschrittenen Entwicklung befindlichen Formel abhängen. Dann ganz plötzlich von einem Moment zum anderen, der sich meiner, wie ich mir eben noch einbildete, wiedererlangten Kompetenz über mein Selbst entzog, drohte ich abzudriften und nur Sofias sofortiger Reaktion und der tatkräftige Druck ihrer rechten Hand, auf den wie sie wußte, in meinen am aüßeren linken Oberschenkel implantierten Chip, ließ sie meinen Parallel - Twist im letzten Moment verhindern.


Sonntag, 6. Juli 2014

La Strada, 20. Internationales Festival der Straßenkünste in Bremen, 2014

#La Strada   

So gegen 14:00 am Samstag, den 05. Juli  kam ich an und nachdem mein Auto im Parkhaus wohlversorgt war, betrat ich den Domhof. Wegen des Wetters hatte ich schon vormittags Bedenken gehabt, jedoch Wolken und Sonne hielten tapfer durch und der Regen traute sich nicht, noch nicht.
Mein erster Eindruck war der eines bunten Jahrmarktes vor der historischen Kulisse des Domhofs, nur eben ohne Karussells. Die gemütlich flanierenden Besucher genossen beispielsweise Eis wie Sahne oder Currywurst, plauderten und schlenderten von Stand zu Stand. Es war ein bißchen windig und so hatte ich meine  Haare zu einem Zopf zusammengefaßt, dabei fiel mein zweiter Blick links von mir, auf die geschätzt 17 Meter, hohe Weidenrutenmarionette mit Namen LIEDO.
Für das Jubiläumsfestival  wurde am Freitag und Samstag jeweils um 22:45 die Aufführung, " Venus und Geschichte der Freiheit " von La Strada mit der Bremer Shakespeare Company entwickelt, welche nur anläßlich des Jubiläumsfestivals und nur in Bremen zur Aufführung kam. Mit Bewegung und Licht traf LIEDO den Bremer Roland, das Symbol der Bremer Freiheit und ist eine Aufforderung an uns, zur Hinterfragung und zum Aufbruch zur Freiheit in der heutigen Zeit.
Mit LIEDO fing mein Nachmittag an und da ich nicht bis zur Aufführung bleiben konnte, habe ich sie in ihrer Warteposition fotografiert. Mein Eindruck von La Strada war sehr positiv und ich wünsche mir für die Zukunft viele weitere Festivals und unsere Unterstützung dafür.

Empfehlenswert, Link: www.lastrada-bremen.de
In Bälde mehr von La Strada...

Eure Gabriele


 

Donnerstag, 3. Juli 2014

Vom unglücklichen Schwan und der Tageskatze



Welch ein Unglück, welch ein Unglück,
wehklagte der unglückliche schwarze Schwan
und rüttelte,schüttelte sein schwarzes Gefieder.
Schwarze Gedanken umwölkten ihn
und so wurden das Meer und der weite Horizont dunkel
und dies geschah zur Mittagszeit.
Da erschien Katze im Tage,
wie geschieht Dir, sprach sie zu dem Schwan
und der unglückliche Schwan sprach;
dunkles umwölkt mich,
macht alles mir gram
und Katze, da sprach;
in mir, als stolzes Schiff, Du spiegelst Dich wider
und der Tag des Schwans, hob wieder seine Lider.




Mittwoch, 2. Juli 2014

" 4 Jahre und 22 Tage " Teil 3 von Gabriele Manhold

Euch viel Spaß beim lesen, hoffe ich und noch einen schönen Abend. Eure Gabriele


Ganz allmählich kam ich wieder zu mir, mein Kopf fühlte sich ungeheuer schwer an und lastete auf meinem sexzerschundenen Körper, nach unserer verzweifelt, lustvollen Vereinigung mußten wir geschlafen haben wie zwei satte Steine. Blindlings tastete meine linke Hand nach Sofia und statt Ihre sich ungeheuer zart anfühlende Haut zu spüren, haftete meinen Fingern jetzt etwas klebriges an, sofort alarmiert schaltete sich mein Geruchsemfinden ein, süßlich, animalisch, moschusartige Aromen mischten sich mit etwas eklig undefinierbarem, mir furchtbare Bilder übermittelnden. Adrenalin jagdte durch meine Glieder und zwang mich die Lethargie abzuschütteln. Ich öffnete vorsichtig meine Augen und sah an mir hinunter, ich war nackt und lehnte an der Wand zum Kamin, rötliche Striemen und Blutspuren krochen meinen Nabel entlang, abwärts zu meinem Penis. Sofort ließen Wellen von Übelkeit mich krampfartig zucken und mein Mageninhalt entleerte sich gerade noch links von mir. Ich gewahrte aus dieser Position,  rote grotesk in entgegengesetzte Richtungen verdrehte Frauenbeine, Sofias Beine und überall Blut. Ensetzen lähmte mich, ich war unfähig mich zu rühren, nur meine Augen bewegten sich über die Szenerie dieses Horrors und ich nahm nun auch die in heillose Unordnung geratene Umgebung in mich auf, der Tresor an der gegenüberliegenden Wand stand gähnend leer, sperrangelweit offen, das ihn sonst verdeckende Gemälde, ein echter Manderley, lag zerfetzt auf dem ungerührt sich spiegelnden, glänzenden Parkettboden. Viel zu spät nahm ich den Schatten einer Bewegung wahr, kurz bevor mich die Schwärze umfing.

Ein gleichmäßiges tropfen ließ mich an einen lauen Sommerregen bei angehmen Temperaturen denken, die Brandungswellen küßten sanft den Strand, dann stach mich etwas in den Arm, irritiert öffnete ich überaus ungern die Augen und versuchte nach der Einstichstelle zu greifen, um das vermeintliche Insekt zu verscheuchen. Aprupt wurde mein Ansinnen unterbrochen, ich sah wie die Spritze sich  in meiner Vene entleerte und ein Pfleger umklammerte wie mit einem Schraubstock meine linke Hand, während eine besorgt blickende Schwester, mir die nun leere Spritze aus der Vene zog und einen Tupfer auf die Einstichstelle drückte. Zugleich schwankte der Tropf hin und her, er wurde von dem Pfleger ruhig gestellt, dann verließen beide beinahe fluchtartig die Suite. Noch im wegdämmern wurde mir klar, 422 ist tot, er wurde ermordet, wie sollte ich meinen Auftrag nun erfüllen, ohne die Formel, ließ sich die Speiche des Rades nicht weiterbewegen, die nächste Dimension nicht erreichen. Sie würden mich aus dem Spiel nehmen. Doch die wichtigste Erkenntnis war, wen hatte ich in Indien ermordet ? Mit aller mir zur Verfügung stehenden Konzentration gelang es mir wach zu bleiben und so konnte ich der Stimme folgen, durch den wabernden Nebel, bis schlangenartige Arme mich wie Tentakel umfingen.